Sonntag, 21. November 2010

El Gigantes Fotokiste

... was soll schon kommen...
Aufmerksamen Lesern ist sicherlich längst aufgefallen, dass ich vor schon sehr langer Zeit angefangen habe, experimentell zu fotografieren. Dabei haben mir häufig Gegenstände auf Rädern Modell gestanden.

Ich möchte die Möglichkeit nutzen, einige meiner Werke vorzustellen.

Viel Spaß beim Betrachten meiner Fotos.

Geschichte eines Bullitypen - Teil 3

Alles ist anders – alles wird anders! Bitteres Ende einer Ära

1992: Wir sind im „Internationalen Jahr des Weltraums“ in dem Bill Clinton zum 42. Präsidenten der USA gewählt wurde, das Großraumflugzeug Airbus A330 zu seinem Erstflug startete und der „Franz-Josef-Strauß-Flughafen München“ im Erdinger Moos in Betrieb genommen wurde. In Palermo starb der italienische Richter Paolo Borsellino, ein engagierter Kämpfer gegen die Mafia, bei der Explosion einer Autobombe, in Hamburg wurde die Hip-Hop-Gruppe „Fettes Brot“ gegründet. Im Londoner Wembley-Stadion fand das „Freddie Mercury Tribute Concert for Aids Awareness“ statt. Der veröffentlichte Bildband „SEX“ der Künstlerin Madonna löste einen beabsichtigten Skandal aus, was die Verkaufszahlen antrieb. Marlene Dietrich, deutsch-US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, starb am 6. Mai, auch vom deutschen Politiker und ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens nahmen wir am 30. Mai Abschied. Am 8. Oktober nahm auch Alt-Bundeskanzler Willy Brandt seinen Hut, für immer.

Donnerstag, 18. November 2010

Geschichte eines Bullitypen - Teil 2

Endlich wieder Bulli fahren – T3 zu mir!


1989: Der Öltanker “Exxon Valdez” lief vor Alaska auf ein Riff und verlor 40000 Tonnen Öl, die erste Loveparade fand in Berlin statt. Die Bürger der DDR fingen bei Montagsdemonstrationen in Leipzig kollektiv an, um ihre Freiheit zu kämpfen, was letztlich noch im gleichen Jahr zum Fall der Mauer und der Wiedervereinigung führte, Tom und Bill Kaulitz wurden in Leipzig geboren, der deutsche Privatsender ProSieben begann den Sendebetrieb, der spanische Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner Salvador Dalí, eigentlich Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech, Marqués de Púbol, starb am 23. Januar in Katalonien mit 85 Jahren.

Mittwoch, 17. November 2010

Geschichte eines Bullitypen - Teil 1

(M)ein erstes Nutzfahrzeug



1981: Ronald Reagan wurde als 40. Präsident der USA in sein Amt eingeführt, der US-amerikanische Rock ‘n’ Roll-Star Bill Haley starb im Alter von 53 Jahren in Harlington/Texas, die amerikanische, wiederverwendbare Raumfähre Columbia startete zu ihrem ersten Weltraumflug als Space Shuttle, ein durch Sonnenkraft angetriebenes Leichtflugzeug überflog ebenso erstmalig von Paris aus den Ärmelkanal und der britische Thronfolger Prinz Charles und Lady Diana Spencer heirateten in der Londoner St. Pauls Cathedral.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Bonsai-Audi

Liebeserklärung an (m)ein automobiles Aschenputtel

... den hab' ich gern gefahren! Nach zehn Jahren und
370.000 Kilometern schickte ich ihn
in den Ruhestand - AUDI 80 (B4)
August 2003. Ich hatte beschlossen, dass meine Zeit im Außendienst ein für alle Mal zu Ende war. Dementsprechend wurde es für meinen betagten Audi 80 (B4) nach nunmehr zehn Jahren und 370.000 Kilometern auf der Uhr, Zeit für den wohlverdienten Ruhestand. Meine kurz zuvor beendete Ausbildung zum Internetentwickler und die nun anstehende Selbstständigkeit ließen mich über ein kleineres Fahrzeug nachdenken. Meistens war ich eh allein im Auto unterwegs, also änderten sich die Anforderungen an einen Wagen.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Gimme Moor(e) oder: Audis versenken

Störung der Mobilität?
Selten stößt der gemeine Autofahrer (Homo automobilis) an die Grenzen seiner kostbaren Mobilität und noch seltener überschreitet er diese sogar. Wissenschaftlich ausgedrückt: abhängig vom Einsatzgebiet der motorisierten Mobilitätshilfe bieten sich unterschiedliche Störungen der Fortbewegung an. Spontan fällt mir da der Stau, die Panne oder eine plötzliche Dürreperiode im Tank, schlimmstenfalls leider auch ein Unfall ein.

Freitag, 1. Oktober 2010

El Gigantes kantiger K 70 Kult

Ist der K 70 gesund, freut sich der Mensch
Meine ersten Erfahrungen am Steuer eines Automobils machte ich auf Feldwegen im Moor am Volant des VW K 70 meines Vaters (siehe “Irgendwann fängt alles einmal an”). Auch die ausgedehnten Deutschland-, Österreich- und Italientouren gemeinsam mit meinen Eltern, der Großmutter und den beiden Schwestern führten schließlich dazu, dass ich mich mit diesem Auto infizierte und identifizierte. Irgendwann kam jedoch, wie es im Leben eines Autos immer kommen kann: der betagte Familienwagen wurde zugunsten eines neueren, anderen Fahrzeugs ausgemustert und verkauft.

Mittwoch, 29. September 2010

Hurra, wir verblöden!

Wasserlache – der lachende Fahrer fährt durch die Pfütze
Es gibt Berufe, in denen erhält man Einblicke in den menschlichen Kopf. Nein, ich meine weder Röntgenassistenten noch Chirurgen. Ich spreche davon, dass man bei der Ausübung seines Berufes zwangsläufig mitbekommt, wie ein Anderer tickt – oder eben nicht.

Auch mein Beruf, der des Fahrlehrers, gehört zweifelsohne dazu. Dazu ein paar Beispiele.

Beim Üben der Prüfungsbögen fiel einem Gymnasiasten ein Wort auf, mit dem er so rein gar nichts anfangen konnte. Peinlicherweise fragte er laut im Unterricht, was denn „Wasserlachen“ sei. Hätten sie’s gewusst?

Verkehrsspitzenallee
In ähnlicher Situation fiel einem anderen Fahrschüler beim besten Willen keine sinngebende Bedeutung für „Alleen“ ein. Selbst die knappe Erklärung „Baumreihen“ der Mitschüler bereitete Schwierigkeiten. 

Als ich im Unterricht mal das durchaus gängige Wort „Verkehrsspitzen“ benutzte und zufällig in die Runde der Lernbegierigen schaute, blickte ich prompt in fragende Gesichter, musste allerdings auch nicht lange warten: „Was sind denn Verkehrsspitzen?“ Unweigerlich sprach ich aus, was mir spontan auf der Zunge lag: „Hast du dieses Wort noch nie in den Nachrichten im Fernsehen oder Radio gehört?“
Im gleichen Moment wusste ich, welch sinnlose Frage ich da einem modernen, jungen und aufgeschlossenen Menschen gestellt hatte – und auch seine Antwort hätte ich mir eigentlich schon denken können: „Ich gucke keine Nachrichten!“ Erstaunt fragte ich also weiter: „Ja, was guckst du denn?“ Und auch die Antwort darauf hätte ich ahnen können: „Tja, MTV und Viva! Normal, oder?"

Volle Pulle für Scheibenwaschwasser
Selbst im praktischen Unterricht, also am und im Auto, ist man vor fehlendem Allgemeinwissen nicht sicherer. Da wollte mir ein junger Mann nach dem Einschalten der Scheinwerfer im tiefen Brustton der vollen Überzeugung einreden, er hätte das (aufmerksam lesen!) Abendlicht eingeschaltet. Trotz mehrmaligen Nachfragens meinerseits bestand er auf diese Bezeichnung und konnte meine Fassung des Wortes „Abblendlicht“ kaum fassen.

Als ein Prüfer schließlich mal wissen wollte, was denn passiert, wenn man zuviel Flüssigkeit in den Behälter der Scheibenwaschanlage füllt, brachen einer Führerscheinanwärterin zunächst der kalte Schweiß und dann die Tränen aus. Erschüttert von der brachialen Wirkung seiner eigenen Autorität beantwortete der Prüfer die Frage schließlich selbst: „Dann läuft er über".

Hat seine Fahrschüler gern
An dieser Stelle fragt man sich doch zwangsläufig: Wie sieht es aus mit unserer so häufig gelobten Intelligenz? Sind die Menschen nun bereits doch schon an die Grenzen ihrer geistigen Leistungsfähigkeit gestoßen? Sollten wir, um mal beim Autofahren zu bleiben, dem ewigen Trend folgen und unsere Fahrzeuge tatsächlicher noch stärker, noch schneller, noch leistungsfähiger machen? Verblöden viele junge Menschen vor der Glotze, ohne jemals zwischen Baumreihen in Pfützen gespielt zu haben und ohne jemals wirklich erfahren zu haben, dass ein Gefäß überläuft, wenn man es mehr als voll macht. Ist es eigentlich einem Fahrlehrer gestattet, solche Fragen zu stellen?

Fahrlehrers Steckenpferd: Einparken
Der Gerechtigkeit halber muss ich übrigens auch von reichlich jungen Menschen berichten, die ihr Herz und auch das Hirn am rechten Fleck tragen.

Da gab es zum Beispiel mal ein unscheinbares kleines Mädchen, das sich im Laufe ihrer Ausbildung zur Autofahrerin zu einer wahren Koryphäe entwickelte. Als ich ihr dann kurz vor der Prüfung die Technik unter der Motorhaube erklären wollte, verordnete sie mir quasi eine minutenlange Redepause. SIE erklärte MIR! Und zwar so perfekt, dass ich nicht eine Kleinigkeit anfügen musste.
Oder der junge Mann mit kurdischem Emigrationshintergrund: fachlich versiert erklärte er dem Prüfer in perfektem Deutsch, was dieser wissen wollte.

In der Prüfung brillierte er förmlich und eckte nur an, weil er zum guten Schluss allzu lässig beim Rückwärtseinparken den rechten Arm um die Beifahrerkopfstütze legte und EINHÄNDIG im "Tellerwäschermodus" aber in einem Zug und atemberaubender Geschwindigkeit das Fahrzeug perfekt in die Parklücke dirigierte. Prüfer: “Respekt, aber hättest du DAS am Anfang der Prüfung gemacht, wären wir gar nicht so weit gekommen!”

Glück ist Geschick, Tirili! (Zitat Otto Walkes)

Irgendwann fängt alles einmal an

Ein Rückblick


Der Beginn meiner Mobilität
In manchen Dingen war ich ein sogenannter Spätzünder. Mit neunzehn Jahren kreuzte ich jedenfalls Tag für Tag mit meinem Fahrrad durch die norddeutsche Tiefebene und verlor kaum Gedanken an einen motorisierten fahrbaren Untersatz. Ich hatte ja nicht mal einen Führerschein.